Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen und wird besonders für seine aufputschende Wirkung durch den hohen Koffeingehalt geschätzt. Daher ist er beim Frühstück und an der Arbeit nicht mehr wegzudenken. Mögliche Nebeneffekte wie ein saurer Magen und eine unangenehme Nervosität und Angespanntheit bei überhöhtem Konsum, werden dabei oftmals in Kauf genommen. Aber ist Matcha Tee eine echte Alternative zum Kaffee? Macht das grüne Pulver genauso wach wie unser braunes Lieblingsgetränk? Finden wir es heraus.

 

Matcha und Kaffee Häufchen in Petrischalen

Matcha Tee vs. Kaffee – Kaffee mit Vorsicht genießen

Sicherlich wird ein Großteil von uns die schwarze Fiterbrühe im Büro nicht trinken, weil sie so herrlich aromatisch schmeckt, sondern primär um wach zu werden. Gerade ein Montagvormittag kann doch erschreckend lang sein, so ganz ohne Koffein-Doping. Und Kaffee ist bekannt für seine wachmachende Wirkung. Das Koffein wird schnell vom Körper aufgenommen und der Kreislauf angeregt.

Durch das Koffein kommt es allerdings auch zu einer Adrenalinausschüttung. Dies führt bei einem erhöhten Konsum zu einer Stressreaktion des Körpers, was Nervosität und ein allgemeines Unwohlsein fördert. Der aufputschende Effekt hält auch nur kurz an. Das schnelle Abebben des Adrenalins kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und einer leichten Reizbarkeit führen. Durch die enthaltene Säure und das Kaffeeöl wird zusammen mit dem Koffein die Magensäureproduktion angeregt, was zu Magenschmerzen und Sodbrennen führen kann. Solltest du also einen empfindlichen Magen haben, solltest du bei Kaffee vorsichtig sein.

Matcha als alternativer Muntermacher

Das Koffein im Matcha Pulver liegt im Gegensatz zum Kaffee in gebundener Form vor. Es wird somit nicht wie beim Kaffee im Magen, sondern erst im Darm freigesetzt. Dadurch entfaltet sich die Wirkung langsamer aber langanhaltender. Es kommt zu keinem starken Aufputschen, sondern zu einer sanfteren Wirkung. Da es zu keinem plötzlichen Abfall des Adrenalinspiegels kommt, bleiben Nebenwirkungen wie Unwohlsein und Müdigkeit tendenziell eher aus. Auch sind im Matcha Tee weder stark ausgeprägte Säuren, noch Öle vorhanden, die die Produktion von Magensäure zusätzlich anregen. Matcha Grüntee ist somit meist bekömmlicher und magenverträglicher als Kaffee. Durch eine Fülle von Nährstoffen im Matcha wird außerdem die Konzentration und das Wohlbefinden gesteigert. Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Matcha Tee vs. Kaffee – Die Inhaltsstoffe

Am meisten wird bei diesem Vergleich wohl der Koffeingehalt interessieren. Auf das Gramm gerechnet hat dabei Matcha Grüntee fast 6-mal mehr Koffein als Kaffee. Da man allerdings für einen durchschnittlichen Matcha nur 2 Gramm des Pulvers benötigt und bei einer Tasse Kaffee ca. 12 Gramm, hat dieser Wert nur eine begrenzte Aussagekraft. Ein simpler Dreisatz zeigt aber schnell, dass die fertigen Getränke beim Koffeingehalt sehr nah beieinander liegen (60-80mg). Natürlich ist das auch immer von der jeweiligen Zubereitung abhängig. Bei einem starken Espresso kann der Koffeingehalt doppelt so groß sein, wie bei herkömmlichem Filterkaffee. Matcha dagegen, zubereitet als Koicha (wenig Wasser auf viel Matcha) ist wesentlich stärker konzentriert als ein normaler Usucha (leichter Tee). Da Matcha generell bekömmlicher als Kaffee ist, kann er allerdings in größeren Mengen konsumiert werden, ohne Magenprobleme und Unwohlsein zu riskieren. Insgesamt sollten aber über den Tag verteilt nicht mehr als 3-5 Schalen getrunken werden. Und besonders während der Schwangerschaft ist von einem erhöhten Konsum abzuraten.
Neben dem Koffein hat das Matcha Pulver allerdings noch eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe zu bieten. Der Tee weist neben einer Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen, auch einen sehr hohen Anteil an Aminosäuren und Antioxidantien auf.

Matcha vs. Kaffee – Das Fazit

Obwohl beide Getränke einen hohen Koffeingehalt aufweisen und daher als Wachmacher dienen, haben sie doch unterschiedliche Wirkungsweisen. Putscht der Kaffee schnell auf, ebbt der belebende Effekt ähnlich schnell wieder ab und kann unangenehme Nebenwirkungen zur Folge haben. Durch die magensäureanregenden Stoffe im Kaffee, kann ein übermäßiger Konsum außerdem zu Sodbrennen und Unwohlsein führen. Matcha Tee dagegen entfaltet seine Wirkung schonend und langanhaltend und ist bekömmlicher und magenschonender als Kaffee. Durch eine Fülle von Mineralstoffen, Antioxidantien und Aminosäuren hat Matcha Grüntee so nicht nur belebende, sondern auch konzentrationssteigernde Wirkung. Daher sollten nicht nur Menschen mit einem empfindlichen Magen, sondern alle die, die nicht auf die positiven Effekte von Matcha verzichten wollen, den Tee als echte Alternative zum Kaffee sehen.

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