Die Matcha Zubereitung wirkt beim ersten Mal oft komplizierter, als sie ist: 1–2 g Matcha, ein Schuss Wasser zur Paste, dann 75–100 ml Wasser bei 75–80 °C – und ein paar Minuten Übung mit dem Bambusbesen. Hier lernst du Schritt für Schritt, wie du eine cremige Schale Matcha aufschlägst, die dich und deine Gäste überzeugt.
Das Wichtigste in Kürze
- Dosierung: 1–2 g Matcha pro Portion – das entspricht 1–2 Bambuslöffeln bzw. etwa ½ Teelöffel.
- Wasser: 75–100 ml bei 75–80 °C. Kochendes Wasser macht den Tee bitter.
- Ohne Thermometer: Wasser aufkochen und 5 Minuten stehen lassen – dann liegt es bei ca. 80 °C.
- Technik: Erst zu einer klumpenfreien Paste verrühren, dann mit schnellen W-förmigen Bewegungen aufschäumen.
- Unverzichtbar ist der Chasen (Bambusbesen) – nur mit ihm entsteht der feine, dichte Schaum.
Auch der beste Tee der Welt überzeugt nicht, wenn er falsch zubereitet wird. Zum Glück brauchst du nur wenig Zubehör und etwas Übung. Grundsätzlich lässt sich Matcha auf zwei Arten zubereiten: traditionell (unsere Empfehlung) und schnell. Die beiden unterscheiden sich vor allem im verwendeten Zubehör.
Welches Zubehör brauchst du für die Matcha Zubereitung?
Du brauchst überraschend wenig, um Matcha richtig zuzubereiten. Diese drei Dinge bilden die Grundausstattung:
- Hochwertiger Matcha, am besten in Bio-Qualität
- Eine Matcha Schale (Chawan) zum Anrühren und Trinken
- Ein Bambusbesen (Chasen) zum Aufschäumen
Optional, aber empfehlenswert: ein Matcha Sieb gegen Klumpen, ein Bambuslöffel zur Dosierung und ein Besenhalter zur Aufbewahrung. Bei Schale und Löffel kannst du zur Not improvisieren – verzichten solltest du aber nie auf den Chasen. Nur mit ihm gelingt der perfekte Schaum.
Wie bereitet man Matcha traditionell zu?
Wir legen den Fokus nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Qualität. Die folgenden Schritte folgen Techniken, die sich in Japan seit Jahrhunderten bewährt haben. Vorsicht bei Abkürzungen wie „einfach mit heißem Wasser übergießen und umrühren" – das hat mit richtiger Zubereitung wenig zu tun. Achte außerdem beim Pulver selbst auf den Inhalt und meide niedrigpreisige Drogerie-Produkte.
Schale & Besen vorbereiten
Schale mit warmem Wasser füllen und den Chasen ins Wasserbad geben. Das wärmt die Schale an und macht die Borsten weich und elastisch – das verlängert die Lebensdauer des Besens.
Matcha sieben
1–2 g Matcha (1–2 Bambuslöffel) durch ein feines Sieb in die vorgewärmte Schale geben. Feines Pulver verklumpt durch elektrostatische Kräfte leicht – gesiebt wird es homogen und schäumt besser.
Paste anrühren
Mit einem Schluck kaltem Wasser übergießen und zu einer glatten, klumpenfreien Paste verrühren. Kein Druck, keine Eile – es geht nur um eine gleichmäßige Konsistenz.
Aufgießen & aufschäumen
75–100 ml Wasser bei 75–80 °C zugeben. Mit schnellen W-förmigen Bewegungen knapp unter der Oberfläche aufschlagen, bis ein dichter, feiner Schaum entsteht. Die Borsten sollten den Schalenboden nicht berühren.
Wenn der Schaum am Anfang noch nicht gelingt, ist das völlig normal – es braucht ein wenig Übung, den Besen so zu führen, dass sich eine ansehnliche Schaumkrone bildet.
Wie reinigt man den Matcha-Besen richtig?
Nach dem Gebrauch den Chasen einfach mit klarem Wasser abspülen – bitte kein Spülmittel verwenden. Anschließend auf ein trockenes Tuch legen oder auf einen Besenhalter stecken. Auf dem Halter behält der Besen seine Form und trocknet gleichmäßig – das verlängert seine Lebensdauer deutlich.
Gibt es eine schnelle Matcha Zubereitung?
Wenn es einmal schnell gehen muss, funktionieren auch diese Varianten:
- Ein elektrischer Milchaufschäumer statt des Bambusbesens.
- Ein Shaker oder ein Glas mit Deckel – der Matcha wird nicht gerührt, sondern kräftig geschüttelt.
Das Ergebnis ist schnell erreicht, kommt an die feine Schaumqualität der traditionellen Methode aber nicht ganz heran.
Kann man Matcha Tee auch kalt trinken?
Ja, definitiv. Kalter Matcha ist eine erfrischende Alternative zur heißen Variante und besonders in den wärmeren Monaten beliebt. Die Zubereitung eines kalten Matcha funktioniert fast genauso wie die heiße – nur mit dem zusätzlichen Schritt des Abkühlens.
Wenn du deinen Matcha lieber mit Milch als Matcha Latte genießt, nimm am besten einen Matcha mit kräftigem Aroma wie den Matcha Itsutsu oder den Matcha Yottsu, damit der Geschmack nicht von der (Pflanzen-)Milch überdeckt wird.
Welche Matcha-Menge und -Temperatur ist richtig?
Die wichtigsten Richtwerte auf einen Blick:
|
Parameter |
Richtwert |
Hinweis |
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Matcha-Menge |
1–2 g pro Portion |
1–2 Bambuslöffel bzw. ca. ½ TL |
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Wassermenge |
75–100 ml |
Mehr Wasser = schwieriger zu schäumen |
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Wassertemperatur |
75–80 °C |
Nie kochend – sonst wird der Tee bitter |
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Usucha (dünn) |
ca. 70–80 ml je 1 g |
Mild, alltagstauglich |
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Koicha (dick) |
ca. 40 ml je 2 g |
Intensiv, zeremoniell |
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Fazit
Matcha lässt sich schnell, unkompliziert und trotzdem auf traditionelle Weise zubereiten. Mehr als einen Bambusbesen, etwas Übung und gutes Matcha Pulver brauchst du nicht. Achte auf die Temperatur (75–80 °C), sieb das Pulver und nimm dir einen Moment Zeit für den Schaum – dann gelingt dir eine cremige Schale Matcha zuverlässig.






