Matcha Tee – Inhaltsstoffe

Matcha Tee – Inhaltsstoffe

Erfahre hier warum Matcha Tee so gesund ist - Welche Inhaltsstoffe genau im Matcha Pulver vorhanden sind - Welche Wirkung der Grüntee hat
Laura
Laura · Tee-Lexikon & Japan-Fan
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026 · Lesezeit ca. 5 Min.
✓ Mit Quellen geprüft

Laura ist unser "Tee-Lexikon" und ein echter Japan-Fan. Es gibt so gut wie keine Tee-Frage, auf die sie keine Antwort hat. In unserem Blog teilt sie dieses Wissen. Alle Beiträge ansehen →

Die Matcha Inhaltsstoffe machen aus dem grünen Pulver mehr als nur einen Tee: Weil du das ganze, schattengereifte Blatt trinkst statt es wie bei Aufgusstee wegzuwerfen, nimmst du Catechine, die Aminosäure L-Theanin, Koffein, Chlorophyll sowie Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Matcha wird als ganzes Blatt zu Pulver vermahlen und aufgeschlagen – dadurch nimmst du deutlich mehr Blattinhaltsstoffe auf als beim Aufguss, bei dem das Blatt entsorgt wird.
  • Das wichtigste Catechin ist EGCG (Epigallocatechingallat), das am häufigsten untersuchte Antioxidans im grünen Tee.
  • Die Aminosäure L-Theanin entsteht durch die Beschattung der Pflanze vor der Ernte; eine Portion Matcha liefert grob 20–45 mg.
  • Eine Schale aus 1–2 g Pulver enthält ungefähr 38–88 mg Koffein – meist weniger als eine Tasse Filterkaffee, dafür an das Blatt gebunden.
  • Die oft zitierte Zahl „137-mal mehr Antioxidantien" stammt aus einer einzigen Studie mit einer einzigen Vergleichssorte und lässt sich nicht verallgemeinern.

Matcha stammt von derselben Pflanze wie jeder andere Grüntee – Camellia sinensis. Der Unterschied liegt in Anbau und Zubereitung: Die Sträucher werden vor der Ernte rund 20–30 Tage beschattet, die Blätter werden zu feinem Pulver vermahlen und beim Trinken vollständig aufgenommen. Genau das erklärt, warum die Konzentration mancher Inhaltsstoffe pro Portion höher ausfällt als bei aufgegossenem Tee.

Aufgeschlagener Matcha Tee in heller Schale neben einer Palme

Welche Antioxidantien stecken in Matcha?

Die wichtigste Gruppe sind die Catechine, eine Untergruppe der Polyphenole. Das bekannteste ist EGCG (Epigallocatechingallat) – das am intensivsten erforschte Catechin im grünen Tee. Weitere Vertreter sind EGC, ECG und EC. Weil du beim Matcha das ganze Blatt aufnimmst, kann eine Portion mehr Catechine liefern als eine aufgegossene Tasse Grüntee.

Zur berühmten Zahl gehört etwas Einordnung: Die Angabe, Matcha enthalte „137-mal mehr" EGCG, geht auf eine Untersuchung der University of Colorado (Weiss & Anderton, 2003) zurück. Verglichen wurde dort Matcha mit einer bestimmten Sorte namens „China Green Tips" – nicht mit grünem Tee allgemein. Realistischer sind Übersichtsarbeiten, die je nach gemessenem Stoff etwa das 3- bis 10-Fache pro Portion nennen.

Gut zu wissen: Auch das Mahlen selbst spielt eine Rolle. In einer Studie im Journal of Chromatography-Umfeld (Fujimura et al., 2018) löste sich aus keramisch vermahlenem, aufgeschlagenem Grüntee im Schnitt über dreimal so viel EGCG wie aus denselben Blättern als Aufguss.

Wer diese Blattstoffe möglichst vollständig aufnehmen möchte, braucht als Basis einen hochwertigen, schattengereiften Matcha – hier ein Beispiel aus unserem Sortiment:

Matcha Hitotsu - Uji-Edition (JAS)

Matcha Hitotsu - Uji-Edition (JAS)

Schattengereifter Premium-Matcha aus Uji mit vollem Umami – hoher L-Theanin-Charakter.

ab 35,00 € · 1.166,67 €/kg

Jetzt entdecken

Was bewirkt L-Theanin im Matcha?

L-Theanin ist die für Matcha typische Aminosäure. Sie bildet sich verstärkt, wenn die Teepflanze vor der Ernte beschattet wird – der gleiche Prozess, der dem hochwertigen Matcha sein mildes Umami gibt. Eine Portion liefert grob 20–45 mg, abhängig von Qualität, Erntezeitpunkt und Pulvermenge.

In der Kombination mit Koffein liegt das Besondere: Der Übersichtsartikel von Dietz und Dekker (2017, Current Pharmaceutical Design) wertete 49 Humanstudien aus und ordnet die Datenlage so ein, dass Koffein vor allem Aufmerksamkeit und Wachheit fördert, während L-Theanin die koffeinbedingte Unruhe dämpfen und zur Entspannung beitragen kann. In EEG-Studien erhöhten bereits rund 50 mg L-Theanin die Alpha-Aktivität im Gehirn, die mit ruhiger, wacher Aufmerksamkeit verbunden ist.

Tipp: Wer die Wirkstoffkombination möglichst pur erleben möchte, bereitet Matcha klassisch mit Wasser statt als Latte zu – so verdünnt keine Milch das Aroma und die gelösten Blattstoffe.

Wie viel Koffein hat Matcha im Vergleich zu Kaffee?

Eine Schale aus 1–2 g Pulver enthält etwa 38–88 mg Koffein. Zum Vergleich: Eine Tasse Filterkaffee (240 ml) liegt bei rund 95 mg. Matcha liefert also meist etwas weniger – und das Koffein ist an die Blattmatrix und an Gerbstoffe gebunden, wird dadurch langsamer aufgenommen und wirkt oft gleichmäßiger als der schnelle Anstieg beim Kaffee.

Getränk

Menge

Koffein (ca.)

Matcha

1–2 g Pulver / Schale

38–88 mg

Filterkaffee

240 ml Tasse

ca. 95 mg

Aufguss-Grüntee

240 ml Tasse

30–50 mg

Einen ausführlichen Vergleich der beiden Wachmacher findest du in unserem Beitrag zu Matcha als Alternative zu Kaffee.

Welche Vitamine und Mineralstoffe enthält Matcha?

Weil das ganze Blatt aufgenommen wird, gelangen auch fettlösliche und wasserlösliche Blattbestandteile ins Getränk, die im Aufguss teils im Blatt zurückbleiben. Dazu zählen unter anderem Chlorophyll – der Farbstoff, der Matcha sein leuchtendes Grün gibt und durch die Beschattung verstärkt gebildet wird – sowie Beta-Carotin und verschiedene Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen.

Gut zu wissen: Die genauen Gehalte schwanken je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Qualitätsstufe. Konkrete Nährwertangaben gelten immer für ein bestimmtes Pulver, nicht für „Matcha" allgemein.

In welcher Zubereitung nimmst du am meisten auf?

Grundsätzlich profitierst du in jeder Form, weil du stets das ganze Pulver trinkst. Die höchste Konzentration an gelösten Blattstoffen bekommst du jedoch, wenn du dickflüssigen Koicha zubereitest – hier wird deutlich mehr Pulver auf wenig Wasser verwendet als beim dünnflüssigen Usucha. Und die Qualität entscheidet mit: Ein hochwertiger, schattengereifter Matcha bringt mehr Aroma und mehr Blattstoffe mit als einfache Küchenqualität. Worauf es dabei ankommt, erklärt unser Beitrag zu den Qualitätsunterschieden bei Matcha.

Zu Gesundheitsaussagen: Viele Effekte einzelner Matcha-Inhaltsstoffe werden in Studien untersucht, sind aber nicht abschließend als gesundheitliche Wirkung belegt. Wir formulieren daher bewusst zurückhaltend und verlinken die zugrunde liegenden Quellen, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.

Fazit: Was die Matcha Inhaltsstoffe ausmacht

Matcha ist deshalb besonders, weil du das komplette, beschattete Teeblatt aufnimmst – mit Catechinen wie EGCG, der Aminosäure L-Theanin, gebundenem Koffein, Chlorophyll sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Statt mit überzogenen Superlativen lässt sich das Pulver am ehrlichsten so beschreiben: ein konzentriertes, ganzheitliches Grüntee-Getränk, dessen Wirkstoffkombination aus Koffein und L-Theanin besonders gut erforscht ist.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Inhaltsstoffe von Matcha?

Zu den zentralen Matcha Inhaltsstoffen zählen die Catechine (allen voran EGCG), die Aminosäure L-Theanin, Koffein sowie Chlorophyll. Dazu kommen Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen. Weil beim Matcha das ganze vermahlene Blatt getrunken wird, werden diese Stoffe konzentrierter aufgenommen als beim Aufguss.

Hat Matcha wirklich 137-mal mehr Antioxidantien als Grüntee?

Diese Zahl stammt aus einer einzelnen Studie (Weiss & Anderton, 2003), die Matcha mit einer bestimmten Sorte namens China Green Tips verglich – nicht mit grünem Tee allgemein. Sie lässt sich deshalb nicht verallgemeinern. Realistischer nennen Übersichtsarbeiten je nach Stoff etwa das 3- bis 10-Fache pro Portion.

Wie viel Koffein steckt in einer Schale Matcha?

Eine Schale aus 1 bis 2 Gramm Pulver enthält ungefähr 38 bis 88 mg Koffein. Eine Tasse Filterkaffee liegt bei rund 95 mg. Matcha liefert also meist etwas weniger, das Koffein ist jedoch an die Blattmatrix gebunden und wird langsamer aufgenommen.

Warum enthält Matcha so viel L-Theanin?

L-Theanin bildet sich verstärkt, wenn die Teepflanze vor der Ernte rund 20 bis 30 Tage beschattet wird. Diese Beschattung ist typisch für Matcha und gibt hochwertigem Pulver sein mildes Umami. Eine Portion liefert grob 20 bis 45 mg L-Theanin, das zusammen mit Koffein für die ruhige, wache Wirkung sorgt.

Newsletter abonnieren und 10% Rabatt auf die 1. Bestellung sichern.

Dir hat der Artikel gefallen? Mehr davon gibt es in unserem Newsletter. Bleib auf dem Laufenden über Aktionen, neue Produkte und Hintergrundinfos.