Genmaicha - Was hat es mit dem "Popcorn-Tee" auf sich?

Genmaicha - Was hat es mit dem "Popcorn-Tee" auf sich?

Endlich hat einen ganz besonderer grüner Tee seinen Weg aus Japan zu uns gefunden: Genmaicha. Hier erfährst du alles über diesen "Reis-Tee" und sein einzigartiges Aroma.
Matcha Tee als Alternative zu Kaffee Du liest Genmaicha - Was hat es mit dem "Popcorn-Tee" auf sich? 5 Minuten

Was ist Genmaicha?

Genmaicha ist grüner Tee (meist Sencha oder Bancha), der mit geröstetem Reis im Verhältnis 1:1 gemischt wird. Der Name setzt sich zusammen aus den japanischen Wörtern "Genmai" für "Brauner Reis" und "Cha" für Tee.

Wenn du jemanden in Japan fragst, was sein Lieblingstee ist, ist eine häufige Antwort "玄米茶 (Genmaicha)".

Er wird in Japan seit Jahrhunderten getrunken und nicht zuletzt wegen seines malzig-süßen Geschmackes, sondern auch wegen des geringeren Koffeingehaltes geschätzt. Streng genommen handelt es sich eigentlich um "aromatisierten" Grüntee, da das Aroma in der Tasse nicht mehr alleine vom Tee selbst getragen wird. Diese Kategorisierung würde diesem Naturprodukt aber nicht gerecht werden, daher verzichten wir auf diese Einordnung.

Werfen wir einen Blick auf die Geschichte dieses ehemaligen "Arme Leute Tee", wie er hergestellt & Zubereitet wird und was das Getränk so besonders macht (Inhaltsverzeichnis)

Genmaicha lose von oben
Genmaicha zubereitet von oben

Die Geschichte von Genmaicha Tee

Die Geschichte um die Herkunft von Genmaicha ist reich an Legenden. So heißt es unter anderem, dass das Rezept aus der Not heraus von einem Mönch um das 15. Jahrhundert herum erfunden wurde.

Dieser Mönch, so die Überlieferung, betrieb ein kleines Teehaus, in dem er kostenlos grünen Tee an Bedürftige ausschenkte. Grüner Tee war jedoch teuer, sodass sich der Mönch gezwungen sah, seine magere Ration an Teeblättern irgendwie zu strecken. Er beschloss nach einigen gescheiterten Versuchen schließlich, gerösteten Reis mit den grünen Teeblättern zu mischen. Der Geschmack dieses Experimentes überzeugt seine Gäste und Genmaicha war geboren. Erzählungen, die diesem Mönch den Name "Genmai" geben und ihn damit zum Namensgeber dieses Tees machen wollen, scheinen in Anbetracht der Bedeutetung (mehr dazu gleich) eher europäisch geprägt und wenig glaubwürdig zu sein.

Japanisches Gebäude von der Seite (nur Dächer sichtbar)

Anderen Geschichten zufolge musste der Diener eines Samurais sein Leben für die Entdeckung von Genmaicha lassen, da dieser zu Strafe dafür, dass ihm aus seinem Ärmel gerösteter Reis in die Tasse seines Herr gefallen war, hingerichtet wurde. Erst danach soll der Samurai den "verunreinigten" Tee gekostet und das Produkt für exzellent befunden haben. 

Wegen seiner Mischung mit im Preis günstigen Reissorten haftete dem Tee lange der Ruf eines "Arme-Leute-Getränkes" an. Diesen Ruf konnte er jedoch überwinden und hat wegen seines wärmenden, leichten Geschmacks und seines geringeren Koffeingehalts vor allem in japanische Teehäuser Einzug gehalten.

 Heißes Wasser wird auf Tee in Teetassen gegossen

Aroma von Genmaicha - Feine Röstnote und wenig Koffein

Genmaicha erlangt auch in Europa immer mehr Bekanntheit. Er wird vor allem wegen seines besonderen Aromas geschätzt, das geprägt wird vom feinen Röstaroma der Reiskörner und der zarten Fruchtigkeit der grünen Teeblätter. Der Röstgeschmack erinnert an den von frisch zubereitetem Popcorn. Ingsesamt lässt sich der Geschmack als eher leicht und und süffig charakterisieren.

In der Wirkung, insbesondere auf die Gesundheit, ist besonders der um 50% geringere Gehalt an Koffein hervorzuheben. Wenn auf Genmaicha mit Bio-Zertifizierung zurückgegriffen wird, können die antioxidativen Eigenschaften ganz ohne Pestizide genutzt werden.

 

Wegen seines geringen Gehalts an Koffein kann Genmaicha auch zu späterer Stunde genossen werden. Er stellt damit eine hervorragende Alternative zum klassischen Sencha, Gyokuro oder Kabusecha dar. Warum Grüner Tee übrigens eine hervorragende Alternative zu Kaffee ist, haben wir in diesem Artikel beschrieben.

Herstellung von Genmaicha - Grüner Tee + Reis

Genmaicha wird meist mit einer Mischung aus 50% Sencha oder Bancha und 50% geröstetem Reis hergestellt.

Der Grüne Tee selbst unterläuft dabei keinem besonderen Verfahren, für unseren Genmaicha N°01 beispielsweise wird klassischer Bio Sencha aus dem selben Anbaugebiet wie unser Sencha N°01 der ersten Pflückung verwendet.

Die besonder Zutat ist der Reis, der auch den Großteil des Namens beisteuert: "Genmai" bedetet "Brauner Reis". Diese Bezeichnung führt häufig zur Fehlannahme, dass in der Herstellung brauner Reis oder Vollkornreis bzw. Naturreis eingesetzt wird. Allerdings steht "braun" in diesem Kontext für die Farbe des Reises bzw. dafür, dass er geröstet wurde.

Reifer Reis im Feld

Reifer Reis bereit zur Ernte

Für unseren Genmaicha wird nun weißer Bio-Reis circa 25 Minuten schonend geröstet, bis er hellbraun wird. Manche Körner platzen dabei auf wie Popcorn. Der geröstete Reis wird dann mit grünen Teeblättern 1:1 gemischt, andere Teebauern varriieren dieses Verhältnis leicht.

 

Zubereitung von Genmaicha

Genmaicha ist in der Zubereitung ähnlich handzuhaben wie grüner Tee, insbesondere Sencha.

Für eine Tasse Genmaicha Bio-Tee verwenden wir 2 TL Genmaicha auf 200 ml Wasser mit einer Temperatur von 70-80°C und lassen diesen min 1,5 bis 2 Minuten ziehen. Für den besten Geschmack verwendet man hierfür eine traditionelle Kyusu, in der der Tee frei schwimmern und sich die Teeblätter von den Reiskörnern trennen und frei entfalten können.

Traditionelle Kyusu aus Naturton

 

Fazit - Genmaicha sollte man kennen

Genmaicha bietet eine willkommene Abwechslung in der Kategorie der Grünen Tees und ermöglicht Teetrinkern neue Geschmacksrichtungen zu erforschen. Gerade der Aromenkomplex "Röstung" ist sonst vor allem vom Kaffee bekannt und kann nur selten in Verbindung mit Tee (Beispielsweise bei Hojicha) genossen werden.

Lege dir am besten direkt unseren Bio-zertifizierten Genmaicha Tee Genmaicha N°01 in den Warenkorb und genieße diesen besonderen Tee schon bald bei dir zu Hause.

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